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Brot-Tradition in der Toskana
Wer als Tourist zum ersten Mal in ein toskanisches Brot beißt, ist zunächst etwas ernüchtert: echtes toskanisches Brot ist ungesalzen und dementsprechend etwas fade - zumindest empfinden wir das so.
Die Tradition, Brot nicht zu salzen, geht jedoch auf das Mittelalter zurück: Salz war früher sehr kostbar und wurde von der armen Landbevölkerung nur ausgesprochen sparsam verwendet.
Das toskanische Brot ist aus Hartweizen oder Dinkel, Hefe und Wasser. Es hat eine krosse Rinde und einen festen, jedoch von Blasen durchzogenen Teig. Typischerweise wird das Brot im Holzofen gebacken, was ihm seinen eigentlichen Geschmack verleiht. Bei vielen alten Landhäusern findet man heute noch einen alten Brotofen und einen Backtrog; Zeichen dafür, daß früher das Brot selbst gebacken wurde.
Heute führt man die Tradition, das Brot nicht zu salzen, aus Überzeugung fort. Es ergänzt hervorragend die würzige toskanische Küche und passt wunderbar zu herzhaften Wurstwaren, zu einem deftigen Braten oder zu einem pikanten Pecorino (Schafskäse). Das toskanische Brot ist auch Grundlage der Bruschetta, dem gerösteten Brot, das mit einer Knoblauchzehe abgerieben und mit Olivenöl und Salz beträufelt wird. Altbackenes Brot ist außerdem Grundlage traditioneller Gerichte, z.B. dem Brotsalat (panzanella).
In der Kleinstadt Montaione gibt es noch Bäckereien, die das Brot in einem Holzofen backen und die Tradition fortführen. Montaione ist Mitglied in der "Associazione Città del Pane" (deutsch: "Vereinigung Stadt des Brotes"), die sich für die Erhaltung und Fortführung alter Brot-Traditionen einsetzt. Von den von uns vermittelten Landgütern Il Poggio und Orzale erreichen Sie Montaione in nur wenigen Minuten.
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